Fundsachen von Dolores Mey

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  • 978-3-987187-42-5
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Produktinformationen "Fundsachen von Dolores Mey"

Bei diesem Roman trifft Spannung auf Romantik – der perfekte Genremix für aufregende Lesestunden! Mit vielen liebevollen Details schafft es Dolores Mey, eine berührende Liebesgeschichte mit einem fesselnden Kriminalfall zu verbinden und die LeserInnen von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zu ziehen. Emotional und authentisch beschreibt die Autorin ihre Figuren und lässt uns mit ihrer lebendigen Sprache mitten ins Geschehen eintauchen. Dieses Buch hat definitiv alles, was ein guter Liebesroman braucht: Spannung, Romantik, Humor und eine verführerische Prise Erotik. „Fundsachen“: eine Story zum Verlieben!

Max, ein strebsamer talentierter Sternekoch, der bereits in den besten Restaurants gekocht hat, weilt in seiner Heimat Südtirol, um seiner kranken Mutter nahe sein zu können. Zur Überbrückung nimmt er eine Stellung im Hause eines reichen Mannes aus Udine an.  Kaum, dass er dort angefangen hat, findet Max Rizinkörner im Salat seines Chefs. Sicher ist nur, dass er den hochgiftigen Samen nicht in den Salat getan hat. Aber wer war es dann? Der Verdacht, den er hegt, veranlasst ihn zur Flucht. Und zwar Hals über Kopf.

Dabei landet er im Straßengraben, wo ihn die attraktive Jungunternehmerin Lena findet. Lena ist im schönen Südtirol unterwegs, um letzte Einkäufe zu erledigen. Sie verarztet den Fremden und nimmt ihn trotz ihrer Vorbehalte mit nach Deutschland. Eigentlich hat sie ganz andere Sorgen. Ihr kleines Gourmetrestaurant steht kurz vor der Eröffnung, doch ihre Freundin und begnadete Köchin Ellen fällt überraschend wegen Krankheit aus. Max erfährt davon und erkennt darin seine Chance. Er bietet Lena seine Hilfe an, verschweigt aber seine wahre Profession – ist es doch seine Chance, unterzutauchen und sein wahres Leben hinter sich zu lassen.

Seine Verfolger bleiben ihm jedoch weiterhin auf den Fersen.

Auch Philipp, Lenas heimlicher Verehrer ist nicht sonderlich begeistert, als er sieht, wer im Brunnenhof eingezogen ist. Der Südtiroler ist ihm ein Dorn im Auge. Er sieht in ihm einen Störenfried, der es ihm noch schwerer macht, an seine Angebetete heranzukommen.

Ellen bleibt natürlich nicht verborgen, welch Könner da in ihrer Küche steht. Sie stellt Max zur Rede. Notgedrungen weiht er sie in seine Beweggründe ein und beschwört sie, zum Schutz aller, Stillschweigen zu bewahren. Mit der Mafia ist schließlich nicht zu spaßen. Als Lena sich gegen ihre guten Vorsätze in den charismatischen Südtiroler verliebt, sind Ellen die Hände gebunden.

Doch plötzlich verschwindet Max. Die Ereignisse überschlagen sich. Schweren Herzens bricht Ellen ihr Schweigen. Wird Lena den Vertrauensbruch verzeihen können? Und wo steckt Max?

Lassen Sie sich von diesem Roman, einer Mischung aus Cosycrime und Romanze, in die Welt der stilvollen Gastronomie entführen. Viel Spaß beim Lesen. Sie werden die Figuren, die Ihnen wie aus dem Leben gegriffen erscheinen werden, lieben.


ISBN 978-3-987187-42-5            
Fundsachen
Taschenbuch
464 Seiten

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Die Sonne stand Ende Juni hoch am Himmel im Südtiroler Land. Die charakteristischen Berge und Täler der beliebten Reiseregion Trentino in Norditalien zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Lediglich ein paar dünne Schleierwolken durchbrachen das strahlende Blau des Äthers.

Abgeschieden vom restlichen Ortskern des Städtchens Terlan, unweit von Bozen, schmiegte sich die im typisch alpenländischen Stil erbaute Villa Randoni in die reizvolle Lage, zu der zwischen Weinhängen und Apfelbaumplantagen ein schmaler Privatweg führte.

Unbeeindruckt von der traumhaften Natur seiner Heimat bereitete Alois Maximilian Hofer wie jeden Mittag das Menü für seinen Chef und dessen Familie zu. Dass er das an diesem Tag ein letztes Mal tun würde, konnte er in dem Moment, als er den Vorspeisensalat ins Esszimmer trug, noch nicht ahnen. Dabei arbeitete er gerade erst drei Monate in dem Privathaushalt des reichen Geschäftsmannes aus Udine, der sein Domizil in dem idyllischen Weinanbaugebiet an der Etsch unterhielt. Alois, der sich inzwischen zu einem hervorragenden Koch hochgearbeitet hatte, verkaufte sein berufliches Können damit weit unter seinem Niveau. Üblicherweise stellte er seine Kochkünste in Fünf-Sterne-Lokalen oder auf Kreuzfahrtschiffen der Luxusklasse unter Beweis, doch die Krankheit seiner Mutter zwang ihn dazu, einen Zwischenstopp in seiner Heimat einzulegen. Er wollte - solange bis sie wieder gesund war - vor Ort sein, gleichzeitig aber weiter Geld verdienen, denn noch hatte er sein Ziel, Chef im eigenen Restaurant zu sein, nicht erreicht. Dafür sparte er jeden Cent.

Durch eine Kleinanzeige in der hiesigen Tageszeitung stieß Alois auf die Stelle im Privathaushalt Randoni. Er könne sofort anfangen, hieß es und dass er nur für kurze Zeit bleiben wolle, stelle dabei kein Hindernis dar. Dankbar über diese Lösung nahm er die Stellung an.

Die Möglichkeit bei seinem älteren Bruder Sepp und dessen Frau Rosel in deren Almgaststätte auszuhelfen, zog er erst gar nicht in Erwägung. Rosel kochte noch genauso wie vor fünfzig Jahren. Nicht nur, dass sie fürNeuerungen keinen Sinn hatte, auch mochte sie es nicht, wenn man ihr Anregungen gab. Egal, wie freundlich oder diplomatisch man sie unterbreitete, sie lehnte jede Veränderung ab. Mit so viel Ignoranz kam Alois nicht klar.

Er betrat das Esszimmer seines Arbeitgebers. Hier, wie im ganzen Haus, bestand die Einrichtung aus hochwertigen Antiquitäten, edlen Lampen und kostbaren Teppichen. Jeder Quadratzentimeter strahlte Reichtum aus.

Antonio Randoni, seine Frau Lucia sowie die zwanzigjährige Tochter Pamela saßen gemeinsam um den eingedeckten Tisch. Alois servierte routinemäßig zuletzt dem Hausherrn den Vorspeisensalat. Außerdem befand sich Pepe, die rechte Hand Randonis noch im Raum. Der stets wie aus dem Ei gepellte Süditaliener stand neben einer Anrichte, auf der Gläser und Getränke bereitstanden, und rührte sich nicht vom Fleck. Alois wunderte sich nicht, dass Pamela ihn mit herausfordernden Blicken durchbohrte. Er wusste, dass sie ihn reizen wollte - nicht das erste Mal - doch an diesem Tag trug sie eine besonders großzügig ausgeschnittene Bluse. Für einen Moment irritierte ihn das, weshalb er beim Abstellen des Tellers - ausgerechnet vor seinem Chef - unglücklicherweise das gut gefüllte Rotweinglas streifte. Antonio griff geistesgegenwärtig zu und verhinderte damit, dass sich der Wein über das weiße Damasttischtuch ergoss. Doch dafür schwamm nun der Salat darin.

»Entschuldigen`s bitte!«

»Madonna mio! Passen Sie doch auf!«

»I bereit Ihnen sofort an Neuen«, beeilte Alois sich, zu sagen.

»Avanti!«

Randoni hasste es, wenn nicht alle gleichzeitig ihren Menügang bekamen.

Wortlos verschwand Alois, dicht gefolgt von Pepe, durch die Schwingtür in die Küche. Derartige Hektik brachte ihn nicht aus dem Konzept. In einer Großküche gehörte das zur Tagesordnung, weshalb er Randonis Gezeter gelassen nahm. Für ihn nicht der Rede wert, obwohl seine Schwester Maria darüber ganz anders dachte. Sie hörte nicht auf, ihn vor Familie Randoni zu warnen. Konkrete Gründe konnte sie keine nennen. Nur, dass die Leute im Ort mit vorgehaltener Hand tuscheln würden. Alois tat das mit einem Achselzucken ab. Er wollte hier keine Wurzeln schlagen. Lediglich die Zeit überbrücken, bis es seiner Mutter wieder besser ging.

Wenn er nicht das Bedienstetenzimmer in der Villa benutzte, wohnte er bei Maria. Sie war die Älteste von fünf Kindern und bewohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern das ehemalige Elternhaus, in dem auch seine Mutter noch ihren Einsitz in Anspruch nahm.

Verwundert über die eigene Tollpatschigkeit schüttelte er den Kopf. Er konnte sich nicht erinnern, dass ihm so ein Ungeschick je passiert wäre. Selbst während der Ausbildung nicht. Man kannte ihn für seine besonnene Arbeitsweise und die stoische Ruhe, die er ausstrahlte, wenn er sich auf seine Aufgaben besann. Und er war konzentriert gewesen. Pamela interessierte ihn nicht, weshalb sie ihn auch nicht aus dem Konzept bringen konnte. Genervt darüber, dass Randonis Assistent wie ein Schatten an seinen Fersen hing, schob Alois den Teller mit der missglückten Vorspeise achtlos auf den vorderen Rand der mit Küchengeräten überfüllten Arbeitsplatte. Zu spät bemerkte er, dass er anstatt des festen Untergrunds, den Stiel eines Kochlöffels traf, weshalb der Teller kippte und sich der Wein über den Rand ergoss und am Schrank herunterlief.

Verdammt nochmal. Was ist denn heute los? 

Alois fuhr selten aus der Haut, aber jetzt stand er kurz davor. Wütend holte er einen neuen Teller aus dem Schrank und versuchte, Pepe zu ignorieren.

»Wenn´s d was brauchscht, musst di geduldn«, fühlte er sich genötigt, zu sagen. Eilig bereitete er einen zweiten Salat für den Chef zu. So bemerkte er erst nach einigen Minuten, wie Pepe den im Wein schwimmenden Salat begutachtete, als wollte er ein Referat über die Zutaten halten. Dabei lag seine Stirn in Furchen. Wie hypnotisiert stierte er auf den Teller und dann wieder auf den Boden, wo der Wein jetzt eine ordentliche Pfütze bildete. Nun schob er sogar einzelne Rucolaranken zur Seite. Besonders die Art, wie er das tat - mit spitzen Fingern - brachte Alois in Rage. Als müsste er Glassplitter befürchten.

Idiot.

Vielleicht sollte man ihm die Lupe reichen? Das konnte er gerade leiden, wenn man ihm bei der Arbeit zu dicht auf die Pelle rückte. Alois presste die Lippen zusammen. Besser er sagte nicht, was er dachte. Und wieso machte der Fatzke jetzt so eine entsetzte Miene?

»Ich bringe Signor Randoni den Salat«, fauchte Pepe ungehalten, »ich möchte nicht, dass nochmal etwas schief geht.«

Jetzt dreht der völlig durch.

Doch Alois ließ sich seine Gedanken nicht anmerken, sondern zuckte nur gleichmütig mit den Schultern und dekorierte abschließend mit ein paar Oliven. Kaum, dass er damit fertig war, riss Pepe ihm den Teller aus der Hand und beäugte ihn misstrauisch, bevor er sich auf dem Absatz umdrehte und wieder ins Esszimmer abrückte.

Was für ein Schwachmat? Alois wusste nicht viel über den aalglatten, undurchsichtigen Pepe, auch nicht, ob das sein richtiger Name war. Dennoch hatte er schnell durchschaut, wie sehr die rechte Hand des Chefs es liebte, sich dramatisch in Szene zu setzen. Der Typ nahm sich furchtbar wichtig. Außerdem trat er nach unten und buckelte nach oben. Genau deshalb verachtete Alois ihn. Papperlapapp.

Er wollte sich nicht länger mit ihm beschäftigen. Dafür blieb keine Zeit. Schnell den Wein vom Boden wischen und dann …

Alois erstarrte in der Bewegung, als er sah, was im Wein auf dem Boden schwamm.

Körner.

Wo kamen die denn her?

Der Fußboden – bis eben hätte man noch davon essen können. Er hob nacheinander seine Füße. Nein. Auch unter den Schuhsohlen fand sich nichts. Jetzt ging ihm ein Licht auf. Deswegen das Theater. Mit zwei Schritten war Alois mit dem Teller bei der Spüle. Das musste er sich näher ansehen. So gut es ging, schüttete er den restlichen Rotwein in den Ausguss ab und inspizierte den Inhalt gründlich. Neben Rucola, Gurkenscheiben und Tomatenspalten lagen noch Oliven und rote Zwiebelstückchen auf dem Teller. Doch wo kamen die winzigen Klümpchen her? Bei genauerer Betrachtung entpuppten sie sich als seltsam aussehende Samenkörner. Wie kleine Käfer sah das eklige Zeug aus. Alois runzelte die Stirn. Wie kam das in seine, mit Liebe zubereitete Salatvorspeise? Mit Sicherheit ließ sich nur sagen, dass ER keine Getreidekörner in den Salat getan hatte. Ein leise, blubberndes Geräusch holte ihn aus seiner Grübelei und ließ ihn aufschrecken.

Die Suppe.

Himmel Herrgott! Was für ein Tag.

Schnell entsorgte er den verdorbenen Salat und ging zum Herd, um die Zucchinicremesuppe mit einem Schuss Sahne und frischen Kräutern abzuschmecken.

Während er seine Hände an der Kochschürze abwischte, warf er noch einen Blick in den Backofen und atmete hörbar aus. Wenigstens war der Auflauf zur Hauptspeise nicht in Gefahr. Er richtete ein Tablett mit drei vorgewärmten Suppentassen an und sah auf die Uhr. Er hatte noch einen Moment, bis er den nächsten Gang servieren musste. Auch dafür gab es hier ein klares Ritual. Erst wenn der Herr des Hauses mit einem kleinen Glöckchen läutete, durfte er den Tisch abräumen.

Die Küchentür klappte leise. Als Alois sich umdrehte und in Pepes wachsame Augen blickte, runzelte er die Stirn. Was wollte der denn jetzt schon wieder. Es kam äußerst selten vor, dass sich Signor Etepetete in der Küche verirrte, einem Bereich, wo man Gefahr lief, schmutzige Kleidung zu bekommen. Und dann gleich zweimal hintereinander? Alois verstand die Welt nicht mehr. Pepe beäugte ihn mit Argusaugen.

»Hascht was vergessn?«

»Nein«, Pepe schüttelte den Kopf und ging ohne ein weiteres Wort wieder hinaus.

 

            Ein paar Stunden später.

Der Garten der Villa lag an einem nach Süden ausgerichteten Hang, von wo aus man einen weiten Blick über das Etschtal hatte. Am Nachmittag sammelte Alois im mit Obstbäumen und Sträuchern dichtbewachsenen Nutzgarten der Villa Rosmarin, Kerbel, Zitronenmelisse und Borretsch. Kräuter, die er brauchte, um sein beliebtes Salatöl neu anzusetzen. Am Abend hatte er dienstfrei, weshalb er das noch vorher erledigen wollte.

Er war bereits auf dem Rückweg zur Küche, als er unfreiwillig Zeuge eines Gesprächs zwischen Pepe und seinem Cousin Franco wurde. Zuerst hörte er nur ein Murmeln. Die beiden Männer kamen vom Gärtner Franz Leitner, einem versierten Botaniker der Region. Der leidenschaftliche Gärtner wohnte in einem einzeln stehenden Haus am Rande des Gartens auf einem eigenen Grundstück. Auch er gehörte zum erweiterten Mitarbeiterstab Randonis. Er betreute das Gartenpersonal mit Rat und Tat. Also nicht sonderlich spektakulär, dass Pepe und Franco Leitner einen Besuch abgestattet hatten. Vielleicht nur die Tatsache, dass Franco seine Mittagspause nicht zu einem Nickerchen nutzte. Das machte Alois stutzig. Normalerweise lief er um diese Uhrzeit nicht durch den Garten, schon gar nicht mit seinem Cousin Pepe, mit dem er überdies wenig gemein hatte. Alois kannte Franco nur als bärbeißigen verschlossenen Mann. Man wurde aus ihm nicht schlau. Einerseits wirkte er einfältig und andererseits verschlagen.

Als die beiden Männer näher kamen und der Name Loui fiel - so wurde Alois von vielen gerufen - horchte er auf und duckte sich hinter den üppigen Ziersträuchern. »Und, was hab ich dir gesagt? Verstehst du jetzt, warum ich dich dabei haben wollte?«, hörte Alois Pepe sagen.

»Tja, schon klar«, nickte Franco. »Hm, so viel Raffinesse hätte ich unserem kleinen Loui gar nicht zugetraut. - Rizin? - Vorher noch nie was von gehört. Und das Zeug ist wirklich so giftig?«

Alois lugte zwischen den Blättern hindurch. Wovon redeten die eigentlich? Er sah, wie Pepe heftig mit dem Kopf nickte und erklärte.

»Innerhalb weniger Stunden bist du hin und es kann dir keiner mehr helfen. Täusch dich nicht in unserem Kleinen. So grün ist der nicht mehr hinter den Ohren. Überleg mal, wo der schon alles in der Weltrumgekommen ist. Da hast du noch nicht hingespuckt.«

Franco strich sich fahrig mit der Hand über die hohe Stirn.

»Wir müssen was unternehmen«, raunte Pepe und redete weiter auf seinen Cousin ein, »bevor er Lunte riecht, und abhaut.«

»Aber warum hat er dem Alten dann den Wein drüber gekippt?«, runzelte Franco verständnislos die Stirn.

»Weil er noch frisch im Geschäft ist. Du hättest sehen müssen, wie nervös der war. Das war sein erstes großes Ding.«

»Aber für wen arbeitet er? Soweit ich weiß, hat der Boss sich die gesamte Konkurrenz vom Hals geschafft.«

Alois bewegte seine verkrampften Gliedmaßen, die in der unnatürlich gebückten Haltung zu schmerzen begannen, und blinzelte durch das Laub. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, als er sich hinhockte. Dabei versuchte er den Atem so flach wie möglich zu halten, um weiterhin alles verstehen zu können. Sie hielten sich jetzt genau vor dem Busch auf, wo drunter er saß. Das, was er da hören musste, machte für ihn allerdings überhaupt keinen Sinn. - Wieso sollte er abhauen? Und von welcher Konkurrenz redeten die beiden? Als er vor drei Monaten die Stelle annahm, gab es außer ihm keine weiteren Bewerber. So lautete zumindest die Aussage von Lucia Randoni, die ihn eingestellt hatte. Nein, das konnte es also nicht sein, worüber die beiden sprachen. Unmöglich.

 

Franco sah Pepe jetzt mit einem fiesen Ausdruck in den Augen an. 

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Kundenbewertungen für "Fundsachen von Dolores Mey"
29.11.2017

Alles, was gute Unterhaltung braucht …
... hat diese wunderbar erzählte Liebesgeschichte von Lena und Max (oder Alois) zu bieten: ein bisschen Sex, ein bisschen Crime, ein paar Intrigen und Verwicklungen, aber vor allem eine Riesenportion Liebe - nicht nur bei den beiden vorgenannten Hauptprotagonisten. Es ist nicht das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe - und es wird mit Sicherheit nicht das letzte sein. Besonders beeindruckt war ich von der Figurenzeichnung, denn selbst die Nebenfiguren haben spannende Lebensgeschichten aufzuweisen. Alle Lebenslinien, Schicksalsschläge, Personen und Schauplätze werden geschickt miteinander verknüpft, so dass sich der Spannungsbogen immer mehr aufbaut. Fazit: Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil ich wissen wollte, was mit Max, Lena, Ellen, Uschi, Joachim und all den anderen noch alles passiert und ob sie womöglich doch noch dem Mafiosi Randoni und seinem Gefolge zum Opfer fallen. Dass am Schluss doch noch alles ganz anders kommt als erwartet, kann nur ein weiterer Qualitätsbeweis für treffliche Unterhaltung sein. Ganz klare Empfehlung: Lesen, lesen, lesen!

25.11.2017

Durch die Empfehlung einer lieben Freundin bin ich auf dieses tolle Buch aufmerksam geworden.
Das Cover und der Klappentext haben mich auch direkt angesprochen und so wurde meine Neugierde geweckt.
Schon nach den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen, mich gefangen zu nehmen, denn es geht direkt spannend los und man kann erahnen, dass es auch gleichermaßen turbulent weitergehen wird.
Äußerst geschickt verknüpft die Autorin hier eine romantische Liebesgeschichte mit einem spannenden Kriminalroman.
Man findet sozusagen zwei fesselnde Geschichten in einem Buch vor, das fand ich sehr faszinierend.
Dolores Mey hat einen sehr schönen und lebendigen Schreibstil.
Sie bedient sich einer bildgewaltigen Sprache, so dass das Kopfkino direkt anspringt und unaufhörlich weiterläuft.
Jeder einzelne Protagonist ist so authentisch und lebensecht gezeichnet, dass sofort ein inneres Bild im Kopf entsteht, welches sich im Laufe der Geschichte noch immer weiter verfeinert.
Einige Figuren , allen voran Lena und Max, haben sich direkt in mein Herz geschlichen. Ihnen fühlte ich mich emotional auch am meisten verbunden und habe sämtliche Gefühle mit ihnen durchlebt.
Aber auch Ellen und Joes Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe sie mit Spannung verfolgt.
Natürlich muss es auch weniger sympathische Charaktere geben und auch da hat die Autorin sich ganz schön was einfallen lassen.
Über den Inhalt des Buches möchte ich gar nichts verraten denn alles was über den Klappentext hinausgeht, würde einfach zu viel vorwegnehmen.
Nur so viel ......, die Geschichte enthält alles, was eine gute Story braucht : Humor, Spannung, Romantik, ganz viel Liebe und eine Prise Erotik .
Durch unvorhergesehene Drehungen und Wendungen wird der Spannungsbogen stetig gehalten und die Seiten fliegen nur so durch die Finger.
Am Ende fügen sich dann alle Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, nichts bleibt mehr offen oder ungeklärt.
Das ist für mich immer sehr wichtig, damit ich mit einem Buch gut abschließen kann.
Aus all diesen Gründen vergebe ich für dieses tolle Werk gerne fünf wohlverdiente Sterne und spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus .
Liebe Dolores Mey, vielen Dank für diese schönen Lesestunden.

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